{"id":70,"date":"2018-10-05T07:47:13","date_gmt":"2018-10-05T07:47:13","guid":{"rendered":"http:\/\/schildgener.com\/?page_id=70"},"modified":"2020-10-14T07:06:18","modified_gmt":"2020-10-14T07:06:18","slug":"faq","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dukeberghs.com\/?page_id=70","title":{"rendered":"FAQ"},"content":{"rendered":"<p>Craft Beer hat in Deutschland aktuell noch einen sehr kleinen Marktanteil. Das hat vor allem mit der geringen Bekanntheit von Craft Beer zu tun. Die meisten Menschen wissen nicht genau, was Craft Beer ist. Das wollen wir \u00e4ndern. Dieser\u00a0Frage-Antwort-Katalog liefert einige wichtige Informationen rund um das Thema.\u00a0Umfangreiche Infos finden sich beim Online Craft Beer Magazin <a href=\"https:\/\/www.hopfenhelden.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Hopfenhelden&#8220;.<\/a> Wer dar\u00fcber hinaus noch mehr \u00fcber Craft Beer im Allgemeinen oder \u00fcber unser Dukebergh&#8217;s im Speziellen wissen m\u00f6chte, schreibt uns gerne eine Mail an info@dukeberghs.com.<\/p>\n<p><strong>1. Was ist Craft Beer?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Craft Beer ist ein meist handwerklich gebrautes Bier, das in einer Mikrobrauerei in kleinen Mengen hergestellt wird. Typisch f\u00fcr Craft Biere\u00a0sind\u00a0Neuinterpretationen alter und weniger bekannter Biersorten und die Erzeugung vielf\u00e4ltiger\u00a0Geschmacksrichtungen\u00a0durch den Einsatz von hochwertigen nat\u00fcrlichen Zutaten wie Aromahopfen, aber auch Fr\u00fcchten, Kr\u00e4utern und Gew\u00fcrzen. Craft Beer-Brauer sind kreativ und experimentierfreudig, bedienen vorrangig\u00a0lokale M\u00e4rkte\u00a0und positionieren sich bewusst als\u00a0Alternative\u00a0zur industriell gefertigten Massenware. Und das zu Recht. Denn Craft Biere schmecken einfach gro\u00dfartig im Vergleich zum Industriebier. Man kann das ganz gut mit der Herstellung von Brot vergleichen. Da gibt es das Brot aus dem Discounter, das m\u00f6glichst kosteneffizient\u00a0produziert wird und geschmacklich meist keine Offenbarung ist. Und es gibt das handgemachte Brot vom B\u00e4cker von nebenan, der ganz individuelle Kreationen schafft und dabei Wert auf hochwertige Zutaten legt. So wie Craft Beer Brauer das eben auch tun.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>2. Wo kommt der Trend her?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Craft Biere haben ihren Ursprung in den USA der 70er Jahre. Dort hatten die Biertrinker keine besonders gro\u00dfe Auswahl &#8211; es gab lediglich einige wenige Industriebiere, die nicht gerade f\u00fcr hohe Qualit\u00e4t bekannt waren.\u00a0Daher begannen einige Bierliebhaber ihr eigenes Bier zu brauen und Mikrobrauereien zu gr\u00fcnden, die ihr Gebr\u00e4u im regionalen Umfeld absetzten. Heute\u00a0gibt es in den USA \u00fcber 4.000 Brauereien, die mitunter riesige Mengen produzieren und diese in der ganzen Welt\u00a0verkaufen. In Deutschland ist das Craft Beer\u00a0Brauen eine recht junge Disziplin. Der Trend\u00a0ist erst 2010 hierzulande angekommen. Einhergehend mit einer neuen Food-Kultur,\u00a0bei der sich\u00a0die Konsumenten\u00a0mehr und mehr daf\u00fcr interessieren,\u00a0wie die Produkte hergestellt werden, die sie tagt\u00e4glich essen und trinken, \u00f6ffneten die ersten\u00a0Mikrobrauereien auch bei uns ihre Pforten. Und es werden immer mehr.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>3. Was genau ist eine Mikrobrauerei?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Als Mikrobrauerei (auch Kleinstbrauerei) wird eine Brauerei bezeichnet, die geringe Mengen an Bier herstellt, unabh\u00e4ngig von gro\u00dfen Brauereigruppen\u00a0ist und in der Regel einen alternativen Ansatz zum Bierbrauen verfolgt. Typischerweise ist ein derartiger Betrieb regional ausgerichtet, nah am Kunden und legt vor allem Wert auf eine hohe\u00a0Qualit\u00e4t durch den Einsatz\u00a0hochwertiger\u00a0Rohstoffe. Oft werden Mikrobrauereien auch als Brauh\u00e4user betrieben. Eine gesetzliche Definition der Mikrobrauerei gibt es nicht. Im Biersteuergesetz wird eine Unterteilung hinsichtlich der Produktionsmenge vorgenommen, dergestalt, dass kleinere Betriebe einen reduzierten Biersteuersatz zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>4. Welche Biersorten werden vorrangig als Craft Biere gebraut?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Die mit gro\u00dfem Abstand meist getrunkene Biersorte in Deutschland ist mit einem Marktanteil von \u00fcber 50 Prozent das Pils. Gefolgt von den Sorten Weizen, Export und Helles. Dies sind auch ungef\u00e4hr die\u00a0Biersorten, die\u00a0man\u00a0in unseren Getr\u00e4nkem\u00e4rkten findet. Dazu gesellen sich ein paar regionale Spezialit\u00e4ten wie zum Beispiel das K\u00f6lsch\u00a0oder das Alt. Dabei gibt es weltweit rund 150 unterschiedliche Biersorten. Mit der Craft Beer Bewegung\u00a0werden\u00a0immer mehr Biersorten bekannt und wiederbelebt, die fr\u00fcher\u00a0in anderen\u00a0L\u00e4ndern\u00a0gebraut wurden oder ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Dazu z\u00e4hlen unter anderem\u00a0Pale Ale (India Pale Ale, American Pale Ale, English Pale Ale), Porter (Baltic Porter), Stout (Imperial Stout, Sweet Stout), Lambic (Fruchtbiere, Gueuze), belgische Biere (Dubbel, Tripel, Wit, Saison),\u00a0deutsche Ales (Weizenbiere, Wie\u00df, K\u00f6lsch, Alt, Gose), Lager (M\u00e4rzen, Rauchbiere, Kellerbiere, Bockbiere) und Pilsner.\u00a0Beim Craft Beer geht es vor allem darum, diese\u00a0gro\u00dfartige\u00a0Biervielfalt zu erleben.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>5.\u00a0Was genau hat es mit dem Deutschen Reinheitsgebot auf sich?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Wenn heute vom Deutschen Reinheitsgebot die Rede ist, geht es um eine Herstellungsvorschrift f\u00fcr\u00a0Bier, die am 23. April 1516 durch den bayerischen Herzog Wilhelm IV. und dessen Bruder Herzog Ludwig X. in Ingolstadt als Landesordnung f\u00fcr das Herzogtum Bayern erlassen wurde. Sie besagt, dass Bier nur mit bestimmten Rohstoffen hergestellt werden d\u00fcrfe: Wasser, Gerste und Hopfen. Hefe war damals noch nicht bekannt und findet daher keine Erw\u00e4hnung. Die Verordnung verfolgte unter anderem das Ziel, die Menschen vor gesundheitssch\u00e4dlichen Zutaten zu sch\u00fctzen, die im Mittelalter mitunter beim Brauen eingesetzt wurden. Dar\u00fcber hinaus sollte das f\u00fcr die\u00a0Herstellung von Brot wichtige Getreide Weizen f\u00fcr die Produktion von Bier ausgeschlossen werden, damit die Bev\u00f6lkerung genug zu essen hat. Die heute in Deutschland rechtlich bindende Grundlage f\u00fcr die Herstellung von Bier ist das &#8222;Vorl\u00e4ufige Biersteuergesetz von 1993&#8220;, das die Beschr\u00e4nkung zur Wahl der Zutaten aus dem Jahr 1516 im Grunde fortf\u00fchrt. Demnach darf Bier nur mit Wasser, Malz,\u00a0Hopfen und Hefe gebraut werden. Ausnahmen dazu m\u00fcssen nach Paragraph 9 zum &#8222;Brauen besonderer Biere&#8220; beantragt werden. In Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg gibt es diesen Paragraphen nicht.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>6. Wird Craft Beer nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Ja und nein. Viele Bierstile (z.B. IPA, Pale Ale, Porter, Stout) k\u00f6nnen problemlos im Rahmen des Reinheitsgebots gebraut werden. Schwierig wird es unter anderem bei Frucht- und Wit-Bieren, f\u00fcr die Ausnahmeregelungen beantragt werden m\u00fcssten. Charakteristisch f\u00fcr Wit-Biere ist zum Beispiel die Verwendung von Weizenflocken, Koriander und Orangenschalen. Diese Zutaten d\u00fcrfen laut Reinheitsgebot nicht verwendet werden, obwohl sie nicht weniger nat\u00fcrlich sind, als die zul\u00e4ssigen Rohstoffe. Daher gibt es Vorschl\u00e4ge aus der Craft Beer-Szene (siehe <a href=\"http:\/\/www.deutschekreativbrauer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutsche Kreativbrauer e.V.<\/a>), das Reinheitsgebot durch ein Nat\u00fcrlichkeitsgebot zu ersetzen, das den Einsatz nat\u00fcrlicher Rohstoffe wie Fr\u00fcchte und Gew\u00fcrze erlaubt, unnat\u00fcrliche Zutaten und k\u00fcnstliche Aromen aber weiterhin verbietet.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>7. Darf Craft Beer \u00fcberhaupt die Bezeichnung &#8222;Bier&#8220; tragen?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Nur, wenn es nach dem Deutschen\u00a0Reinheitsgebot hergestellt wird. Sonst nicht. Craft Beer-Brauer, die dem Reinheitsgebot nicht folgen, verwenden dann h\u00e4ufig englische Bezeichnungen f\u00fcr ihre Biere.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>8. Welchen Marktanteil hat Craft Beer in Deutschland?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Der Anteil der Mikrobrauereien an der gesamten Biererzeugung in Deutschland liegt derzeit &#8211; bei steigender Tendenz &#8211; bei weniger als zwei Prozent. Dabei nimmt die Anzahl der neu gegr\u00fcndeten Mikrobrauereien kontinuierlich zu. Dies hat sp\u00fcrbare Auswirkungen auf die im Markt platzierten Neueinf\u00fchrungen. Der Anteil von neuen Craft Bieren an den insgesamt neu eingef\u00fchrten Bieren in Deutschland liegt bei rund 12 Prozent. Auch wenn die Bekanntheit von Craft Beer in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt &#8211; nur 42 Prozent haben schon mal etwas von\u00a0Craft Beer geh\u00f6rt &#8211; zeigen Umfragen, dass das Interesse am handwerklich erzeugten Bier steigt: Mehr als ein Viertel der Biertrinker greift gelegentlich zum Craft Beer. Dabei stehen\u00a0insbesondere\u00a0Biere aus der\u00a0Region hoch im Kurs.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>9. Wie trinkt man Craft Beer am besten?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Craft Biere sind Genie\u00dfer-Biere. Daher werden sie in der Regel aus einem Glas getrunken. Das perfekte Universalglas f\u00fcr alle Biersorten gibt es nicht. Fortgeschrittene Craft Beer Trinker haben daher f\u00fcr die verschiedenen Biersorten ganz unterschiedlich geformte\u00a0Gl\u00e4ser im Schrank.\u00a0F\u00fcr den Einsteiger eignet sich aber auch ein einfaches Weinglas.\u00a0Das hat jeder zu Hause. Wichtig\u00a0ist, dass man das Craft Beer mit mehreren Sinnen erf\u00e4hrt.\u00a0So sollte man\u00a0sich die Farbe genauer ansehen, auf den Geruch achten und den Geschmack intensiv erleben.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>10. Wo ist Craft Beer erh\u00e4ltlich?<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\">Craft Beer ist mittlerweile \u00fcber ganz unterschiedliche\u00a0Kan\u00e4le erh\u00e4ltlich. Immer mehr Restaurants, Bars und Kneipen haben Craft Biere auf ihrer Karte. Zudem finden sich in Getr\u00e4nke- und Superm\u00e4rkten oft separate Regale mit dem edlen Gebr\u00e4u. Dar\u00fcber hinaus gibt es Gesch\u00e4fte, die sich auf den Verkauf von Craft Bieren spezialisiert haben und in der Regel \u00fcber eine sehr gro\u00dfe Auswahl verf\u00fcgen. Bei uns in K\u00f6ln sind das zum Beispiel die Shops &#8222;Bierlager&#8220; in der S\u00fcdstadt, &#8222;Hopfenrausch&#8220; in Ehrenfeld, &#8222;Bier macht sch\u00f6n&#8220; in S\u00fclz und &#8222;Braukunstladen&#8220; auf der Friesenstra\u00dfe. Wer lieber online bestellt, kann dies nat\u00fcrlich auch in den einschl\u00e4gigen\u00a0Onlineshops tun.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Stand: Dezember 2018<\/p>\n<p>Quellen: www.hopfenhelden.de, www.craftbeer-revolution.de, www.reinheitsgebot.de, Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, Deutscher Brauer-Bund e.V., statista<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Craft Beer hat in Deutschland aktuell noch einen sehr kleinen Marktanteil. 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